Euro-Schweizer-FrankenManfred Hoffmann - 09.09.2011
Eine heilige Kuh wird geschlachtet
Die Schweiz in Not

Nichts ist tabu. In der Krise ist sich jeder selbst der Nächste. Wer bislang als  Musterknabe galt, wechselt blitzschnell ins Lager der Schmuddelkinder. Der Markt, der Markt, der Allwissende, der alles Regulierende, das Maß aller Dinge, der Heilsbringer für die gesamte Menschheit, kurz und lieblos wird ihm wegen ein paar Kröten der Garaus gemacht. Nicht mehr Angebot und Nachfrage regeln die Geschäfte sondern die Notenbank. 1,20 Euro soll der Schweizer Franken fortan Wert sein. Tiefer gehts nimmer beschloss man in der Züricher BörsenstrKuh-im-Wasseraße, nachdem der Euro in der Vorwoche schon mal für 1,03 Schweizer Franken zu haben war. Der heiligen Kuh steht das Wasser bis zum Hals. Regelt der Markt etwa doch nicht alles?  Damit die Kasse stimmt, kann man schon mal Fünfe gerade sein lassen. Hat man nicht hierzulande auch schon mal auf die eigenen Schwüre gepfiffen und die Kriterien zur Währungsunion des Maastrichtvertrages in der Versenkung verschwinden lassen? Darfs ein bischen mehr sein? Zur Staatsverschuldung immer. Drei Prozent jährlich sollten die nationalen Haushaltsdefizite nicht überschreiten. Wer wird denn so kleinlich sein, hieß es schon im Jahre 2005, als der damalige Finanzminister Eichel kein besseres Rezept parat hatte. Da war er sich locker mit den Franzosen einig. Was soll der Geiz?
Und so sieht eine Manipulation aus:
am Dienstagvormittag, dem 06. September 2011 geschah das Wunder von Zürich. Es begann um 9:00 Uhr und war um 11:00 beendet. Wer sich um 8:00 zum Frühstück  am Matterhorn für 100 Euro Schweizer Franken beschafft hatte und diese zum Mittagessen wieder zurück getauscht hat, war um 8 Euro ärmer. Die Schweizer Touristen dagegen konnten am Brandenburger Tor für ihre umgetauschten  100 Franken 8 Euro mehr ausgeben. Für die Eurotouristen ist die Schweiz  8 % billiger geworden, wenn sie mit dem Umtausch bis zum Nachmittag gewartet haben.
EUR-CHF-Manipulation-01

Innerdeutsche Grenzgänger erinnern sich noch an das Diktat 1:1. So hieß es für die Besucher beim Übertritt aus dem goldenen Westen in den real existierenden Sozialismus. Unter der Hand am realen Wert gemessen, lag der Kurs bei 1:5. Und hat nicht Karl Otto Pöhl 1991 unter der Regierung Kohl aus Protest gegen die 1:1 Währungsunion seinen Dienst als Chef der Bundesbank quittiert?
Politisches Protestgeschrei hat es diesmal nicht gegeben. Warum auch? Wurde da den Währungsasylanten nicht kräftig in die Suppe gespuckt? Nun müssen die Leute mit ihren Euros zu Hause bleiben und dort die gähnend leeren Staatskassen füllen. So mag das politische Kalkül aussehen. Aber unterm Strich wird abgerechnet. Noch sind Gold und Silber nicht verboten. Andere Wähungen gibt es außerdem auch noch. Die Alarmglocken werden immer schriller. Der Transfer in Schweizer Franken könnte unter Wertsicherungsaspekten immer noch eine sinnvolle Sache sein. Ausgebremst wurden ja zunächst nur weitere Gewinne durch den längst nicht gestoppten allgemeinen Wertverlust des Euro.
Nur ist eben beides Papier, der Schweizer Franken wie der Euro und deswegen verderblicher als Edelmetalle.
»Alles umsonst?

Gold der sichere Hafen
Sicher
Geheimnis-FrauenGeheimTipp clevere Vorsorge

Sorgenfrei


- Alle Angaben und Berechnungen ohne Gewähr -
Tipp: stressfrei reich werden und reich bleiben
Impressum und Nutzungsbedingungen
Bildnachweis: Fotolia.com - Grafik: comdirect bank AG
kostet-nichts-bringt-viel